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Das Wörterbuch ist ein Referenzwerk, das Worte oder andere linguistische Elemente in einer alphabetischen Reihenfolge auflistet und jedem einzelnen Beitrag (Lemma) erläuternde Angaben oder Sprachäquivalente zuweist. In einem Wörterbuch im weiteren Sinne werden linguistische Angaben gesucht, während der Begriff im weiteren Sinne auch andere nach Stichworten strukturierte Referenzwerke mit vorrangig relevanten Angaben sowie hybride Formen beider Arten beinhaltet.

Das Wörterbuch im weiteren Sinne (auch Sprachwörterbuch) soll der Sprachvermittlung dienen. Tatsacheninformationen über die mit den Worten bezeichnete Realität können auch aufgenommen werden, wenn dies notwendig ist, um die Bedeutung oder Geschichte des Wortes zu erklären, aber sie sind kein Ziel an sich. Das Lemma angebot umfasst in der Regel eigene Namen in einem Fachwörterbuch und soll ein bestimmtes Thema oder Wissensgebiet abdecken und strukturieren, das ein bestimmtes Themengebiet sein kann oder, je nach Bedarf, auch das ganze vorhandene Wissen über die ganze Erde abdeckt.

In einem Lexikon (auch Sprach- und Fachwörterbuch, integriertem Wörterbuch), in Deutschland seit den 1930er Jahren gelegentlich als Universalwörterbuch bezeichnet und vor allem in Frankreich verteilt, werden linguistische lexikographische und sachliche lexikographische Angaben gleichgestellt und sollen grundlegende Funktionen beider Arten von Wörterbüchern ausfüllen. Die Arten von Sprachwörterbüchern und Fachwörterbüchern erscheinen oft in einer gemischten Ausprägung, insbesondere im Fachwörterbuchbereich, wo Fachwörterbücher oft auch einen eigenständigen Teil der Sachinformationen enthalten, oder Fachwörterbücher zusätzliche linguistische Angaben über die Lemmata und ihre Übertragbarkeit.

Vom allgemeinen Wörterbuch, das ein umfangreiches Auskunftsprogramm für den Kernbereich der allgemeinen Sprache anbietet (Beispiel: Duden Universal Dictionary), lassen sich eine Vielzahl von Wörterbuch-Typen abgrenzen, die entweder in der Lemma-Auswahl oder im Auskunftsprogramm in Bezug auf diesen Wörterbuch-Typ eingeschränkt sind: In Wörterbüchern mit einer pragmatischen Lemma-Auswahl werden diejenigen Vokabeln aufgelistet, die eine pragmatische Markierung aufweisen.

Lexika mit einer begrenzten Auswahl an Lemmata. Dazu gehören Leihwörterbücher, Vererbungswörterbücher und Lexika der verlorenen Wörter. Ausschlaggebend für die Lemma-Auswahl ist eine unübersehbare Worthistorie. Lexika mit semantischer Begrenzung der Lemma-Auswahl. Dazu gehören Namenswörterbücher und Lexika für bestimmte semantische Felder. Lexika mit formell begrenzter Lemma-Auswahl. Auf Informationstypen basierende Lexika sind nicht durch Restriktionen der Lemma-Auswahl gekennzeichnet, sondern durch ein begrenztes Auskunftsprogramm.

Syntaktische Lexika erläutern die Syntax von Lexika. Inhaltlich paradigmatische Lexika geben vor allem Auskunft über die sprachlich-semantischen Beziehungen, in denen die geschilderten Worteinheiten miteinander verwandt sind. Lexika mit einer paradigmatischen Herangehensweise an Begriffe geben Auskunft über die formalen Aspekte linguistischer Begriffe. Dazu gehören retrograde Lexika, Aussprachelexika, phonologische Lexika, Rätselwörterbücher und Nachschlagewerke. Andere infotyporientierte Wörterbucharten sind das Aussprache-Wörterbuch, das Wörterbuch der Etymologie, das Fremdsprachen-Wörterbuch, das Häufigkeits-Wörterbuch und das Rechtschreib-Wörterbuch.

Benutzergruppen-orientierte Lexika sind Lexika, deren Lemma-Auswahl und Informationsprogramme auf einen spezifischen Benutzertyp abgestimmt sind. An Sprachvarianten orientierte Lexika schränken die Auswahl der Lemmata ein, jedoch mit dem Hinweis, dass sie innerhalb der abgedeckten Sprachvielfalt(en) umfangreich sind. Abschließend gibt es einige Arten von Textwörterbüchern. Das Thema der Beschreibung stimmt mit der Wörterbuch-Basis überein. Diese Art von Wörterbuch umfasst Autoren- und Bedeutungswörterbücher, Arbeitswörterbücher[4] und die Referenzwörterbücher.

Die Einteilung erfolgt nach den gleichen Gesichtspunkten wie bei allgemeinen Wörterbüchern, wie bei allgemeinen und technischen Übersetzungswörterbüchern (siehe auch Übersetzung). Druckwörterbücher (gedruckte Wörterbücher) sind im Buchdruckverfahren hergestellte Wörter. Sie waren bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhundert die einzigen Publikationsformen für Lexika. Die Schrift wurde Anfang der 60er Jahre vom Langenscheidt Verlagshaus durch die Neuauflage umfangreicher, bereits eingeführter Lexika unter diesem Namen kreiert.

Als erstes seiner Gattung dürfte das Deutsch-Griechische Wörterbuch von Hermann Menge erschienen sein, das 1960 unter diesem Namen auftauchte. Andere Verleger kamen hinzu, so dass die Anzahl dieser Lexika rasch anstieg. Bereits seit den 80er Jahren werden Lexika auch in elektronischer Version vertrieben (elektronische Publikation). Unter einem elektronischen Wörterbuch versteht man ein Wörterbuch, das auf reproduzierbaren elektronischen Datenträgern, insbesondere CD-ROM und DVD, abgelegt und verteilt wird.

Das Wörterbuch setzt sich in der Regel aus externen Texten und dem Wörterbuch zusammen. Die externen Texte beinhalten alles außerhalb des Wörterbuchs, wie z.B. Einführung, Bedienungsanleitung (Abkürzungsverzeichnis, etc.) und Beugungstabellen. Das Wörterbuch unterscheidet zwischen Makro- und Mikrostruktur: Die Struktur ist die Wahl der Lemmas, ihre Anordung und die Anordung der externen Texte.

Bei den meisten Lexika erfolgt dies in alphabetischer Reihenfolge. Die Gliederung der einzelnen Wörterbucheinträge, d.h. die Gliederung der Wortinformationen, ist Teil der Struktur. Dies bedeutet, dass es für jedes Schlüsselwort einen eigenen Zugang im Wörterbuch gibt (mit Ausnahme von Variationen eines Wortes, die in alphabetischer Reihenfolge aufeinander folgen, wie z.B. "epitaph" und "epitaphium").

Wenn jedoch mehrere Worte für eine Wörterfamilie aufgeführt sind, werden sie als Unterlemmata des Hauptlemmas angezeigt. Ein Beispiel für einen Wortbereich in verschiedener Reihenfolge: Die alphabetische Gliederung ist für die Nutzer besonders Platz sparend (ein wichtiges Kriterium für gedruckte Wörterbücher), aber auch sehr verwirrend, da Worte aus unterschiedlichen Wörterfamilien in einem Schachtel zusammengefaßt werden.

Wenn das Wörterbuch abnimmt oder auf der Rückseite, werden die Wörter alphabetisch ab dem Ende des Wortes sortiert. Weitergehende makrostrukturale Betrachtungen beziehen sich auf die Wahl der Lemmas und den Datenumfang, d.h. welche Information z.B. für bestimmte Worttypen bereitgestellt werden soll. Lexika sollen den Anwendern bei der Schließung lexikalischer Lücken behilflich sein, daher müssen sie so aufgebaut sein, dass eine schnelle und gezielte Suche nach Information möglich ist.

Monolinguale und multilinguale Lexika stellen zwei Anforderungen an den Anwender: Zum Verständnis der Wortschatzsystematik. Wörterbuch-Nutzungsforschung - oder Wörterbuch-Didaktik - befasst sich mit den Erwartungen der Benutzer an ein Wörterbuch ("Welche Frage wird in welchem Wörterbuch beantwortet?") und prüft die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Nutzung des Dictionarys. Das Ergebnis fließt in die Entwicklung von neuen Wörterbüchern oder in bestehende Lexika ein, die auf andere Datenträger umgeschrieben werden.

Hass-Zumkehr (2001) gibt einen detaillierten Einblick in die deutschen Lexika und Lexika. Lothar Lemnitzer, Stefan Engelberg: Lexikografie und Wörterbuchgebrauch. Schoeningh, Paderborn 2003, ISBN 3-8252-8263-5 Michael Schlaefer: Wortschatz und Literatur. Einleitung am Beispiel von deutschen Wörterbüchern. Hrsg Schmidt, Berlin 2002, ISBN 3-503-06143-6 Anja Lobenstein-Reichmann / Peter O. Müller (ed.): Geschichtliche Lexikografie zwischen Traditionen und Innovationen de Gruyter, Berlin / New York 2016 (Studia Linguistica Germanica 129).

Oder Oskar Reichmann: Geschichtliche Lexikographie. Anregungen, Realisierungen, Überlegungen zu deutsch, niederländisch und englisch de Gruyter, Berlin / New York 2012 (Studia linguistica Germanica 111). Beitrag zur Diskussion über neue und alte Denkmuster, die das Wörterbuch als Gebrauchsgegenstand auffassen. International Yearbook for Lexicography 18/2002, S. 253-263 Ulrike Haß-Zumkehr: Deutschsprachige Lexika - Schwerpunkt Sprach- und Kulturwissenschaften de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 3-11-014885-4 Franz Josef Hausmann et al.

Wörterbücher: An international handbook on lexicography de Gruyter, Berlin et al. 1989-1991 (Handbuch zur Sprach- und Kommunikationenswissenschaft; 5), dreibändig, dreistellig. u. a. 4, 5. Ausgabe. Die Pharmakopöe von Anton Trutmann, Teil II: Wörterbuch. Ärztliche Arbeit Bonn 1976: Kirsten Hjort: Wörterbuch, Encyclopädie, Konversationslexikon: Attempt to clarify terms.

Ders. : Word and Image: The Illustrations in Dictionaries and Encyclopedias, Niemeyer, Tübingen 1989 (Lexicographica. Series Maior; 22), pp. 23-37. Peter Kühn: German dictionaries. Burkhard Schaeder: Deutschsprachige Lexikografie, Cambridge University Press, Cambridge 2001. Niemeyer, Tübingen 1987 (Lesenswert zur Lexikografie- und Wörterbuchgeschichte). Schaeder: Eine kleine Bibliografie deutschsprachiger Nachschlagewerke: übersichtlich geordnet:

Lexika, Spezialwörterbücher, allgemeinsprachliche Wörterbücher, Spezialwörterbücher. Fachspracheninstitut für Berufssprachen, Siemens 2000 Thomas Tinnefeld: Wörterbucharbeiten in der Fremdsprachenwissenschaft - eine Kompetenzanalyse. Eingetragen in: Fremdsprachen u. Hochschulen (FuH) 34 (1992), S. 14-37 Thomas Tinnefeld: Anregungen für die Arbeit mit dem Wörterbuch in Schulen und Universitäten. Das Hispanorama 74/1996, p. 126-130 Herbert Ernst Wiegand: Wörterbuchforschung: Untersuchungen zur Wörterbuchnutzung, zur Theorie, Historie, Kritik and Automation der Lexikografie de Gruyter, Berlin/New York 2000 Wolfram Zaunmüller: Das Bibliographische Handbuch des Sprachwörterbuchs an international directory of 5600 dictionaries from 1460-1958 for more than 500 languages and dialects.

Hiersemann, Stuttgart 1958. Wörterbuch-Netzwerk. Retrieved June 2016 (Metasuche in zahlreichen deutschen Wörterbüchern). Informationen zu Wortschatz und Sprachwechsel finden Sie im Wörterbuch der DWB; Informationen zu älterer Literatur ebd. Franz Josef Hausmann, Oskar Reichmann et al. (Hrsg.): Nachschlagewerke. Das internationale Wörterbuch zur Lexikografie.

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