Simultandolmetscher

Dolmetscherin

Simultandolmetscher machen zwei Dinge gleichzeitig: Aber nicht jeder fantastische Simultandolmetscher hat einen Universitätsabschluss. Dolmetscher werden nicht nur vor Gericht benötigt, sie spielen auch im Fernsehen oder bei internationalen Verhandlungen eine wichtige Rolle. Professionelle Simultandolmetscher in Frankfurt am Main für Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch. Hier erfahren Sie mehr über professionelle Simultandolmetscher, Qualifikationen und Konferenzen.

mw-headline" id="Formen_des_Simultandolmetschens">Formen des Simultandolmetschens [Editieren | | Quelltext editieren]>

Simultanübersetzungen sind eine Art des Übersetzens, bei der das Dolmetschen nahezu zeitgleich mit dem Quelltext erfolgt. Am häufigsten wird heute in der Dolmetscherkabine gearbeitet (Kabinendolmetschen). Simultanübersetzerinnen und -übersetzer sind aufgrund der starken psychologischen (Konzentration) und körperlichen (Stimme) Beanspruchung immer im Team tätig, wechselt regelmässig ab und unterstützt sich bei allfälligen Problemen gegenseitig (z.B. könnte der Dolmetscher, der gerade nicht redet, den Dolmetscher auf Klangstörungen aufmerksam machen).

Der Dolmetscher hört den Sprecher über Ohrhörer und spricht in ein Mikrophon, dessen Signale seinerseits an die Ohrhörer der Hörer durchgereicht werden. Weil das Verdolmetschen zwischen phonetischer und Gebärdensprache auf verschiedenen Wegen - sowohl in akustischer als auch in visueller Hinsicht - stattfindet, können Ziel- und Ausgangssprachen jederzeit und an jedem beliebigen Standort ohne technisches Equipment und ohne Dolmetscherkabine simultan bearbeitet werden.

Die Sprecherin der gesprochenen Sprache wird weder durch das Simultanübersetzen ertränkt noch im Sprachfluss beeinträchtigt. Die Simultanübersetzung ist wegen der Praxistauglichkeit des simultanen Dolmetschens (ohne Zeitverzögerung wie beim Konsekutivdolmetschen) und des reibungslosen Einsatzes des dargestellten Sprachpaares die beste Methode des Gebärdensprachdolmetschens. Bei Events mit einer geringen Anzahl von Teilnehmern, besonders unter solchen Umständen, die den Einsatz einer Dolmetscherkabine nicht zulassen, z.B. im Außenbereich, kann eine Simultanübersetzung mit einem Führungssystem in Erwägung gezogen werden.

Die Dolmetscherin lauscht dem Sprecher unmittelbar und mündet in das Mikrophon des Personenleitsystems, dessen Signale über mobile Übertragungstechnologie an die Kopfhörer der Hörer übertragen werden. Unter gewissen Voraussetzungen kann eine noch kleinere Anzahl von Hörern ohne technisches Personal simultan gedolmetscht werden. Der Dolmetscher schiebt sich beim flüsternden Dolmetschen (auch Chuckotage des Französischen Chuckoter, Flüstern) hinter den Hörer oder beide Hörer und ordnet ihnen die Dolmetschung zu.

In den meisten Fällen wird das Verfahren simultan gedolmetscht und für die Vertragspartei oder den Beklagten geflüstert. Schliesslich wird auch die Übersetzung vom Blatt oder die improvisierte Übersetzung manchmal als eine Art Simultandolmetschen betrachtet, da auch hier die Reproduktion in der jeweiligen Sprache nahezu zeitgleich mit der Aufzeichnung des Quelltextes abläuft. Genau gesagt, wie der Name schon sagt, ist die Übersetzung aus dem Blatt eine Art der Übersetzung, da der Quelltext fest ist und prinzipiell mehrmals abgefragt werden könnte.

Dolmetschen mit Flüsterdolmetschung gilt als die wohl am längsten verbreitete Art des Dolmetschens, da keine technischen Hilfen benötigt werden. In Nürnberg gilt der Prozess als Geburt des Dolmetschens und der Einsatz von Dolmetschern hat hier neue Wege beschritten. Die Simultanübersetzung wurde in der Folgezeit weiter entwickelt, was auch durch die heutige Technologie begünstigt wurde. Sie sind mit Front- und Seitenfenstern versehen und müssen so positioniert werden, dass die Dolmetscher den Sprecher und gegebenenfalls seine Rede gut sehen können.

An der Vorderseite der Fenster ist ein Regal, auf dem die Bedienfelder für die Dolmetscher sind. Die Dolmetscher, ihre Trinkflaschen und Gläser, Vorbereitungsmaterial für die Vorträge des jeweiligen Veranstaltungstages, Lexika und eventuell Laptops müssen natürlich auf engstem Raum unterzubringen sein. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dolmetscherkabinen muss die Hallentechnik funktional und durchdacht sein.

Beim Dolmetschen darf nur das Mikrophon des Sprechers zugeschaltet werden. Hänge- oder Reversmikrofone sind zu bevorzugen, besonders wenn sich der Lautsprecher stark ausbreitet. Der Ton kann vom Sprecher zum Dolmetscher und vom Dolmetscher zum Hörer über eine Leitung (in festen Kabinen) übertragen werden, ansonsten werden meist Infrarot-Signale genutzt.

Ein solches System setzt sich aus einem oder mehreren beweglichen Sendeanlagen mit Mikrophon für die Sprecher und Dolmetscher und beweglichen Empfangsanlagen mit mehreren Programmen für die Hörer zusammen. Die Dolmetscherin oder der Dolmetscher ist bei der Bedienung von Personalführungsgeräten nicht schalltechnisch von der Umwelt getrennt und muss direkt beim Sprecher sein.

Darin: Mary Snell-Hornby et al. : Manuelle Übersetzung. Stauffenburg, Tübingen 1999, S. 43-46. Ralf Friese: Darin: Mary Snell-Hornby et al. : Manuelle Übersetzung. Stauffenburg, Tübingen 1999, S. 336-338 Franz Pöchhacker: Simultanübersetzung. Darin: Mary Snell-Hornby et al. : Manuelle Übersetzung. Stauffenburg, Tübingen 1999, S. 301-304 Mary Snell-Hornby et al. : Manuelle Übersetzung.

Stauffenburg, Tübingen 1999, ISBN 3-86057-992-4. Jürgen Stähle: Von der Übersetzung bis zum simultanen Dolmetschen.

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