Lokalisierung

Ortung

Lokalisierung ist ein Prozess der Anpassung an die Gewohnheiten und Anforderungen der Kunden in den Zielländern. Bewährtes Wissen, kostenlos: Lokalisierung und Globalisierung sind gegensätzliche, komplementäre und teilweise bedingte Prozesse. Die Lokalisierung ist mehr als nur die Übersetzung von Oberflächentexten. Wir schaffen Mehrwert für digitale Prozesse zur Steigerung der Wertschöpfung. Lokalisierung umfasst eine Reihe von Schritten von der Projektbesprechung bis zur Endabnahme und Lieferung.

href="mw-headline" id="Arbeitsschritte">Arbeitsschritte

Unter Lokalisierung versteht man die Adaption von Content (z.B. Websites), Verfahren, Produkte und vor allem von EDV-Programmen (Software) an die örtlichen Sprach- und Kulturbedingungen in einem spezifischen geographischen oder ethnischen Gebiet (Land, Gebiet oder Volksgruppe). Die Lokalisierung beinhaltet in der Regel die Übertragung des Softwareprodukts in eine andere Programmiersprache.

Bei der Softwarelokalisierung werden die notwendigen Übersetzungsarbeiten in der Regel mit speziellen CAT-Programmen durchgeführt. Entscheidend ist auch die Abstimmung des Produkts und der Produktunterlagen auf die am Einsatzort gültigen gesetzlichen Bestimmungen. Hierzu gehört auch die Einstellung von Farben, Schriften und Schriftsätzen, Audio- und Sprachausgabe sowie Bilder (z.B. Flaggen).

Insbesondere bei der Nutzung von Graphiken ist es oft notwendig, diese an die geographischen und kulturbedingten Bedingungen und die speziellen Sitten und Gebräuche der einzelnen Benutzer anzupassen. Voraussetzung für die Lokalisierung von Standardsoftware ist, dass die Globalisierung bereits im Vorfeld geplant und vorzubereiten ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine spätere Korrektur oder Lokalisierung mit einem erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand behaftet.

Graphiken in einer Help-Datei werden ebenfalls übersetzt. Dazu wird die Prüfsoftware auf einem "sauberen System" eingerichtet und die Grafik in der betreffenden Landessprache mit einem Screenshots erstellt. Die Graphiken werden dann in die Hilfeseite eingeblendet, so dass der Anwender die Hilfsgrafik in der gewünschten Landessprache finden kann. Zahlreiche Hersteller, deren Produkt weltweit vertrieben wird, erstellen internationale Programme.

In einigen Firmen wird die nach der Globalisierung erforderliche Software-Lokalisierung durch eigene Fachabteilungen durchgeführt, jedoch weitgehend an Fachfirmen auslagert. Für Firmen, die Software-Lokalisierung betreiben, ist der Absatzmarkt sehr verwirrend. Firmen jeder Größe (LSP = Sprachdienstleister ) übernehmen nur Übersetzungsdienstleistungen und alle für die Lokalisierung notwendigen Arbeitsgänge.

Manche Firmen bieten die Lokalisierung nur in einer einzigen Landessprache an (SLV = Single-Language-Anbieter), manche Firmen koordinieren in mehreren Landessprachen (MLV = Multi-Language-Anbieter). Lokalisierungswerkzeuge sind Werkzeuge, die den Anwender bei der Softwarelokalisierung helfen. Grundsätzliche Arbeitsschritte sind die Extraktion der zu übersetzenden Dokumente aus einer Datei (Quelldatei), die Bearbeitung der Dokumente durch den Dolmetscher und die Erstellung einer lokalen Zielform.

Bei der Entwicklung einer neuen Quelltextversion kennt das Lokalisierungswerkzeug die hinzugefügten Textpassagen, so dass der Dolmetscher sie nur noch bearbeiten muss. Zusatzfunktionen wie das automatisierte Auffinden bestehender Fachübersetzungen, der Import in andere Übersetzungswerkzeuge (z.B. Translation Memory, Dialog-Editoren zur Layoutanpassung und die Prüfung auf Übersetzungsfehler) werden heute von den meisten Werkzeugen unterstützt.

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