Justiz übersetzer

Gerechtigkeitsübersetzer

Der Zugang zur Datenbank ist öffentlich über folgenden Link möglich: www.justiz-dolmetscher.de. Die Übersetzung für'Justiz' im kostenlosen deutsch-türkischen Wörterbuch und vielen anderen türkischen Übersetzungen. Diplom-Dolmetscher und Übersetzer des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz (StMJ).

Das Honorar für Dolmetscher und Übersetzer richtet sich nach dem Justizvergütungs- und Vergütungsgesetz (JVEG). Dolmetscher in der Justiz (LDÜJG) .

Dolmetscherin und Übersetzerin vor Ort

Vereidigte Übersetzer und Dolmetscherinnen unterstützen die Verständigung vor Ort. Weil sein Heimatland eine französiche Siedlung war, nahm das Landgericht an, dass er Französich kannte. Allerdings hat sich herausgestellt, dass der Beklagte die koloniale Sprache nur ansatzweise verstanden hat. Es musste also ein Übersetzer gesucht werden, der den südafrikanischen Sprachgebrauch des Beschuldigten kannte.

"So schwierige Verfahren sind selten", sagt Dr. Wolfgang Schorn, Pressereferent und Strafrechtsrichter am Landgericht Köln, der oft mit Dolmetscherinnen und Interpreten arbeitet. Die Auswahl der Interpreten erfolgt dementsprechend. Zur Suche nach geeigneten Fachdolmetschern und -übersetzern steht den staatlichen Justizbehörden eine Datenbasis mit vereidigten, staatlich beauftragten oder vereidigten bzw. vereidigten Fachdolmetschern und -übersetzern in allen denkbaren Landessprachen zur Verfuegung.

"Lediglich für Gesten oder seltene Fremdsprachen wie Mongolisch oder bestimmte arabische Mundarten sind ausgebildete Interpreten selten", sagt Schorn. Es sollten nur ausreichend ausgebildete und ausgebildete Konferenzdolmetscher und -übersetzer vor dem Gerichtshof erscheinen. "Gute Voraussetzungen für eine Arbeit vor Ort oder im juristischen Bereich sind eine mehrjährige Allgemeinbildung zum/zur DolmetscherIn oder ÜbersetzerIn, am besten in der Rechtswissenschaft", erläutert Dr. Thurid Chapman, beim BDÜ zuständig für die Abteilung "Dolmetschen und übersetzen für Justiz und Polizei".

Sie können sich als Fachdolmetscher oder -übersetzer fortbilden und eine Staatsprüfung als Dolmetscher/Übersetzer abzulegen. Alle Länder haben jedoch gemein, dass in der Regel vereidigte Fachdolmetscher und -übersetzer ihre spezielle Fachkompetenz und persönlichen Fähigkeiten für die Sprachvermittlung bei Gericht, Behörde und Notar nachweisen. Er ist zur Geheimhaltung gehalten und hat den Eid zu leisten, dass er mündliche oder schriftliche Übersetzungen in die andere Landessprache getreu und sorgfältig ausführt.

"Rechtsdolmetscher und Übersetzer sind meist Freiberufler. In Deutschland gibt es - im Unterschied zu einigen Ämtern und Ämtern und auch zum EuGH - keine eigenen Sprachdienste", so Thurid Chapman. Die Gebühr wird durch das Justizvergütungs- und Vergütungsgesetz (JVEG) reguliert. Der Stundensatz für Simultandolmetscher beträgt 75 EUR für Simultandolmetschen und 70 EUR für Zeitverschiebung.

Die Übersetzung wird pro Zeile berechnet. Thurid Chapman erkennt ein Dilemma bei den Übersetzungsbüros, über die zunehmend Gerichtshöfe zu Dolmetschern und Übersetzern einladen. "Zudem ist bei Unteraufträgen von Übersetzungsbüros nicht sofort klar, ob die Verdolmetscher und Fachübersetzer überhaupt ausgebildet sind. Im Jahr 1994 kam sie nach Deutschland und wurde vom Oberlandesgerichtspräsidenten Hamm als Dolmetscherin für die Sprachen Deutsch, Ukrainisch und Russisch zugelassen.

"Olga Dziuba übersetzt nicht nur vor dem Gerichtshof, sondern begleitete auch Anwälte ins Gefaengnis, z.B. bei Mandantengespraechen. Sie sind auch für die Übersetzungen von Anklagen, Straf- oder Fahndungsbefehlen, Verträge oder Handlungsvollmachten zuständig, z.B. wenn eine amtliche Beglaubigung erforderlich ist. Als verlässliche Übersetzerin ist Olga Dziuba vor Ort willkommen.

Auch Wolfgang Schorn vom Landgericht Köln hat mit weniger guten Übersetzern gearbeitet. "Wer beim Übersetzen zu viel redet, beunruhigt den Schiedsrichter und die anderen im Flur, weil man immer zwei parallele Töne hört", gibt er ein Beispiel. Bei einem anderen Vorgang kam es vor, dass ein Übersetzer die von ihm selbst zu übersetzenden Äußerungen auswertete.

"Eine Dolmetscherin muss so buchstäblich wie möglich übersetzen. Falls es erforderlich ist, weitere Erläuterungen beizufügen, ist es sinnvoll, wenn der Übersetzer den Schiedsrichter informiert. "Weil das mit dem Dolmetschen vor dem Gericht nicht so einfach ist. Im Regelfall sprechen Juristen und Ankläger die Fremdsprachen nicht und müssen daher volles Vertrauen haben.

"Gerade deshalb ist die Vereidigung für diesen Beruf so wichtig", unterstreicht Schorn. Sollte sich danach herausstellen, dass ein vereidigter Übersetzer nicht vereidigt wurde, kann dies ein Grund für eine Revision sein. "Ein faires Verfahren ohne Interpret ist für Menschen, die kein Deutsch sprechen, nicht möglich", unterstreicht Thurid Chapman vom BDÜ. Aus diesem Grund wird empfohlen, "nur solche Personen mit nachgewiesenen Qualifikationen zu beauftragen, die in allen Fachbereichen und Industrien - wie z.B. Unternehmen, Behörden, Politik und Gesundheit - tätig sind".

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