Dolmetscher bei Gericht

Gerichtsdolmetscherin

Freitag Agbonlahor ist Gerichtsdolmetscher. Die Gerichtsdolmetscher oder Gerichtsdolmetscher haben sich auf ihre Tätigkeit als Dolmetscher in Gerichten und Ämtern spezialisiert. Werden Verfahren unter Beteiligung von Personen, die nicht Deutsch sprechen, vor Gericht verhandelt, muss ein Dolmetscher hinzugezogen werden. Amtliche Tätigkeit für Gerichte, Behörden und Notare.

Berufliche Tätigkeit vor Gericht

Durch die langjährige Erfahrung des Dozenten in diesem Bereich und als Dozent in praxisnahen Praxisfragen konnten die Teilnehmer des Seminars von lebendigen Praxisbeispielen profitieren. Seit Draga sich seit Jahren für die Geltendmachung der Rechte sogenannter "Gerichtsdolmetscher" einsetzt (weil dieser Begriff in Nordrhein-Westfalen nicht erlaubt ist und weil die vereidigten Dolmetscher nicht nur vor Gericht gedolmetscht haben, s. u.), haben sich auch die erfahrenen Kollegen über den korrekten Ablauf der entsprechenden Verfahrens- und Kostenregelungen beraten lassen.

Dieser Lehrgang wurde sowohl von älteren Menschen als auch von Kaninchen belegt natürlich sind hier auch die Häschen zu finden, die in der Dominanz im Lehrgang waren. Aus Vereinfachungsgründen bitten wir um Verständniss, wenn ich im nachfolgenden Beitrag die Männerversion für den Dolmetscher oder andere Personennamen auswähle.

Die Teilnehmer waren eingeladen, sich miteinander und mit dem Referenten, aber auch mit Teilnehmenden, die noch keine Berufserfahrung im Bereich des Dolmetschens für die Judikative haben, auszutauschen. Deshalb wurde mir in diesem Kurs wieder einmal besonders klar, wie viele Fallen es für die Dolmetscher gibt.

Die Dolmetscher stehen zwischen den Vorsitzenden - auch wirkungsvoll im Sitzungssaal - aller Beteiligten: Polizisten, Angeklagte oder Verletzte; Staatsanwälte, Kläger und Angeklagte, Zeuginnen und Zeugen; uvm. Die Situation der Dolmetscher lässt sich in einer Variation eines Zitats des großen Anwalts Leo Raape wie folgt ausformulieren:? Gemäß 184 des Gerichtsgesetzes ist die Verfahrenssprache Deutschland, aber nach 185 muss ein Dolmetscher hinzugezogen werden, wenn eine der Parteien die deutsche Landessprache nicht ausreichend beherrscht.

Ein Dolmetscher muss immer auf der Hut sein, um seine Objektivität zu bewahren. Das wird bereits bei der Auswahl der Sitzhaltung vor Gericht deutlich (vorzugsweise die sogenannte Dreieckform, d.h. zwischen der Person, für die das Dolmetschen vorgesehen ist, wie z.B. die prozessuale Partei/Zeugen usw.). Auch außerhalb der Verhandlungen muss die Unabhängigkeit gewahrt bleiben.

Selbst ein kleines, anscheinend harmloses Gespräch mit der Verwandtschaft des Beschuldigten vor der Anhörung oder ein kurzes Dolmetschen für den Rechtsanwalt während der Pause kann zu einem Befangenheitsantrag der Gegenpartei und zum möglichen Ausschluß des Übersetzers von der Anhörung führen. In diesem Fall ist es möglich, daß der Dolmetscher von der Anhörung ausgeschlossen wird. Was macht der Dolmetscher, wenn die Anfrage eines PR-Mitarbeiters ihn auf einmal in die Funktion eines Sachverständigen versetzt?

Was ist zu tun, wenn ein Prozessbeteiligter die gerichtliche oder inhaltliche Fragestellung trotz genauer Auslegung nicht begriffen hat? Kann ein Dolmetscher dann von sich aus intervenieren oder muss er dem Gericht mitteilen, dass beispielsweise der Beklagte die Auslegung nicht begriffen hat? Wie kann ich mich als Dolmetscher vor Überfällen und Anschlägen schützen?

Möglichst genau und interpretieren alles. Dabei sind alle involvierten Personen so zu interpretieren, als würden sie auf Englisch kommunizieren. In den meisten Fällen sind die Dolmetscherinnen und Dolmetscher zwar meist vollkommen ungeeignet, auch wenn es keine Hektik gibt, aber eine solche Vorbereitungsarbeit wäre möglich und im Sinne aller Teilnehmer.

Der Dolmetscher sollte trotzdem nachfragen: "Der Dolmetscher hat die Aufgabe, uns zu befragen: Worüber wird verhandelt, welches Kompetenzfeld ist davon berührt? Wie wichtig die Möglichkeiten und vor allem die Tatsache sind, dass der Dolmetscher vorab Zugang zu den Akten erhalten muss, ist nur für sehr wenige Richter verständlich. Das sind nur einige wenige Fälle, die den Prozess betrafen. Doch in dem 3-stündigen Kurs wurden Fragestellungen von der Verladung bis zur Rechnungsstellung aus vielen Blickwinkeln behandelt.

Den Teilnehmern wurde eine sehr hilfreiche Liste mit allen Fragen gegeben, die während eines Gesprächs zu klären sind, bevor der Dolmetscher den Auftrag entgegennimmt (oder möglicherweise auch ablehnt, jedenfalls in Nordrhein-Westfalen). Es wird auf die Ausführungsordnung zum neuen Dolmetschgesetz in NRW verwiesen, die seit dem 1. Januar 2008 in Kraft ist, aber noch nicht von allen kompetenten Gremien (Richter und Ämter, die nur im Auftrag des Gerichts wählen dürfen) eingehalten wird (Volltext s. www.datenbanken.justiz.nrw. de oder FORUM 2008 (März-Ausgabe) mit Neudruck im Wortlaut).

Der Dolmetscher kann auch zur Verbreitung dieser Informationen bei jedem Gericht, das ihn vorgeladen hat, mitwirken. Da, wie anfangs gesagt, vereidigte Dolmetscher nicht nur vor Gericht gedolmetscht haben, befasste sich das Kolloquium auch mit den vielen anderen Anwendungsbereichen im Zusammenhang mit der Arbeit für die Justiz.

Durchsuchungsbefehl, Einziehung, telefonische Überwachung (TÜ - ein viel diskutiertes Seminarthema ), Zustimmung zur Entgegennahme einer DNA-Probe, vorläufiger Entzug des Führerscheins, Entgegennahme von körperlichen Prüfungen, Feststellung von Sachschäden, Auslieferungshaft, Anklagen aus Haftfällen, etc. Wird eine Verabredung weniger als drei Tage vor oder noch kürzer, am Morgen des gleichen Tags annulliert oder vertagt, hat der Dolmetscher Anspruch auf einen vollständigen Stundenlohn (§ 9, 3 ZVEG).

Eins ist klar: Es war ein Praxisseminar, das von keinem der relevanten Dolmetscher-Ausbildungszentren aufgrund seiner Inhalte bisher durchgeführt wird, das sich am Arbeitsalltag orientiert und sowohl für den "alten Hasen" als auch für den Berufsanfänger unentbehrlich ist. Allerdings konnte dieses Kolloquium ohne Kenntnis der deutschsprachigen Sprache nicht verfolgt werden.

Zivilrecht und Strafprozessrecht mit der entsprechenden Fachterminologie der deutschsprachigen Juristen. Aus den im Rahmen des Seminars beschriebenen Erlebnissen geht hervor, dass ein qualifizierter kollegialer Erfahrungsaustausch gefragt ist und dass auch außerhalb der Prüfungsvorbereitung noch viele Verbesserung der Arbeitsumstände vorstellbar sind, um ausreichende Deutschkenntnisse nachzuweisen.

Ich stelle mir die Fragen, ob die Dolmetschaspekte nicht auch in die Aus- und Fortbildung von Rechtsanwälten einbezogen werden sollten. Möglicherweise werden sie sich dann zum Beispiel der Bedeutung des Einsatzes eines uneingeschränkten Übersetzers bewußt? Etwas Wahres ist bereits in der Erklärung zu finden, die ein cleverer Gerichtsvorsitzender und zugleich Präsident eines Senats nach jahrelangem Richteramt gewonnen und damit in Worten ausgedrückt hat: "Wenn ein Dolmetscher zur Anhörung gerufen wird, trifft er tatsächlich das Gericht, weil er derjenige ist, der alle Menschen kennt und damit am meisten wahrnimmt.

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