Dolmetscher bei der Polizei

Übersetzerin auf der Polizeiwache

Nicht nur die Polizei steht unter staatlichem Preisdruck: Auch bei der Vergütung von Übersetzern und Dolmetschern sind die Gerichte geizig. Die Dolmetscherdienste der JSD und der Gerichte. Diskussion unter Übersetzern mit dem Titel: Dolmetscher für die Polizei. Das Thema dieses Vortrags ist das Dolmetschen für Behörden und Polizei. Er gilt nun als Angeklagter.

Über 363.000 Stunden bei Gericht und der Staatsanwaltschaft

In NRW gibt es mehr als 2500 vereidigte Dolmetscher und Dolmetscher. Arabische und ost-europäische Sprache sind sehr gefragt. Polizei und Judikative sind zunehmend auf die Unterstützung von DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen angewiesen. 2. Über 2500 vereidigte Dolmetscher arbeiten in NRW. Spezialdatenbanken auf Landes- und Bundessebene unterstützen die Suche nach Fachleuten für die einzelnen Sprach- und Mundarten.

Das Arabische ist sehr gefragt - aber auch für ost- und nordosteuropäische Sprache werden Übersetzungen benötigt, z. B. in der Polizeizentrale in Bochum. Im vergangenen Jahr hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen nach Angaben eines Sprechers des Bundesjustizministeriums 27,2 Mio. EUR für Dolmetsch- und Übersetzungsdienstleistungen vor den Gerichten und bei der Staatsanwaltschaft ausgegeben. Seitdem die Dolmetscher dort 70 bis 75 EUR pro Arbeitsstunde nach dem Justizvergütungs- und Vergütungsgesetz (JVEG) erhalten, würde das mehr als 363.000 Zeitstunden ausmachen.

Aber das ist nur ein kleiner Teil der eigentlichen Dolmetsch- und Übersetzungsarbeit in der Judikative. Zusätzlich fallen bei den spezialisierten Gerichten unbekannte Beträge an. Die Honorare für Dolmetscher und Dolmetscher sind hier in den allgemeinen Verfahrenskosten enthalten und werden nicht individuell in der Statistiken ausgewiesen. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums gibt es auch keine landesweiten Statistiken im Polizeipräsidium, die die Ausgaben aufschlüsseln.

Obwohl die Polizeipräsidentschaften Zugriff auf die Richterdatenbank haben, schliessen sie eigene Rahmenvereinbarungen mit SprachmittlerInnen ab. Im Jahr 2016 gab das Bochumer Polizeirevier rund 360.000 EUR für die Vermittlung von Sprechern aus. Gegenüber 2015 sei die Gesamtsumme um 100.000 EUR angestiegen, so ein Pressesprecher. Im vergangenen Jahr bezahlte das Polizeipraesidium in Hessen laut Pressesprecher Ralf Bode 157.000 EUR.

Gegenüber 2015 (91.000 Euro) sind die Ausgaben dort ebenfalls deutlich gestiegen. In der Polizeizentrale Duisburg waren es im Jahr 2015 519.000 EUR. Allerdings sind dort die Aufwendungen nur leicht auf 520.000 EUR gestiegen. Seit der Freizügigkeit der rumänischen und bulgarischen Bevölkerung im Jahr 2014 ist das Presidium Duisburg im Prinzip bereits in hohem Maße von Polizei-Dolmetschern abhängig, so eine Sprecherin: "Rumänisch, Bulgarisch, Türken, Kurdisch und seit Ende 2015 alle Arabischsprachen sind besonders begehrt.

"Der BDÜ, der nach eigenen Informationen rund 80 Prozent der Dolmetscher und Dolmetscher in Deutschland repräsentiert, bemängelt, dass die Bezahlung der Polizei oft niedriger ist. Laut BDÜ-Vizepräsident Dr. Thurid Chapman sind 70 EUR pro Stunde "nicht die Norm, der Mittelwert, sondern die obere Grenze, die jedoch in vielen Rahmenvereinbarungen klar unterlaufen wird.

Wenn unqualifizierte und ungeübte Sprachenmittler aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eingesetzt werden, können Abläufe aus formalen Gründen verschoben oder sogar erschwert werden, was zu deutlich erhöhten Aufwendungen führt. "Brigita Balkyt? des Regionalverbandes BDÜ engagiert sich für die Interessen der Sprachenmittler in Polizei und Justiz.

Die Dolmetscherin ist eine der vielen vereidigten Dolmetscherinnen in NRW. Sie übersetzt auf Lithauisch für die Polizei. Es ist immer hilfreich bei Untersuchungen, wenn sich litauischsprachige Menschen an die Polizei wendet, vor Gericht gestellt oder verhaftet werden. "In der Hauptverhandlung, in der nicht öffentlich-rechtlichen Verhandlung übernehme ich die Übersetzung schriftlicher Verfahrensdokumente für das Gericht, aber ich übernehme auch die Übersetzung von Mandantengesprächen mit dem Anwalt in einer Justizvollzugsanstalt, die Teil meiner täglichen Arbeit ist", sagt Brigita Balkyt?

Für die Arbeit bei Gerichten in NRW muss ein Dolmetscher vereidigt und ein Dolmetscher zugelassen sein.

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